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Malteser in Stuttgart

Malteser stellen Angebote wegen Corona-Krise um

Telefon und Einkaufsdienste statt persönlichem Besuch

17.03.2020
Ehrenamtlich engagiert: Auch in Zeiten der Corona-Epidemie helfen Malteser und kaufen für ältere Menschen ein. Foto: Malteser
Ehrenamtlich engagiert: Auch in Zeiten der Corona-Epidemie helfen Malteser und kaufen für ältere Menschen ein. Foto: Malteser
Malteser Menüservice
Malteser Menüservice
Malteser Telefonbesuchsdienst
Malteser Telefonbesuchsdienst

Stuttgart/Freiburg. Die Malteser in Baden-Württemberg stellen kurzfristig ihre Dienste für Ältere, Kranke und Menschen mit Behinderung um. Besuchs- und Begleitungsdienste, Seniorentreffs, die ambulante Hospiz- und Trauerarbeit, Integrationsdienste für Geflüchtete, die ambulante Arbeit für Menschen mit Demenz und der Herzenswunschkrankenwagen werden wegen der Corona-Epidemie vorübergehend eingestellt werden. Um den bisher besuchten und begleiteten Personen trotzdem so weit wie möglich zur Seite zu stehen, werden die Malteser verstärkt das Telefon nutzen und Einkaufsdienste anbieten.

„Gerade für ältere und alleinlebende Menschen ist es jetzt schwierig. Sie freuen sich über den persönlichen und direkten Kontakt. Das müssen wir jetzt leider ändern. Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein offenes Ohr für die Sorgen in diesen unruhigen Zeiten und fragen, ob wir ihnen zum Beispiel mit einem Einkauf oder einem häufigeren Anruf helfen können“, berichtet Klaus Weber, Regionalgeschäftsführer der Malteser in Baden-Württemberg.   

Unverändert werden Kunden des Malteser Hausnotrufs und des Menüservices sicher versorgt. „Wenn der Hausnotruf ausgelöst wird, sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Stelle: Direkt am Telefon oder – falls nötig – persönlich, um beim Kunden nach dem Rechten zu sehen und zu helfen“, sagt Weber.  Auch die Versorgung mit den Mahlzeiten ist durch Corona nicht beeinträchtigt. „Wir müssen zwar leider zwei Meter Mindestabstand halten, um das Virus nicht zu übertragen, aber wenn nötig, kommen wir auch nach wie vor in die Wohnung“, versichert Weber.

Geholfen wird auch Menschen, die in häuslicher Quarantäne leben; auch ihnen bieten die Malteser ihren Menüservice an. Für Angehörige von Menschen mit einer Demenz bleiben die Malteser telefonisch erreichbar, beraten gerne und vermitteln telefonische Sprechzeiten mit Fachkräften.

Durch die örtlichen Gesundheitsbehörden eingebunden und an mehreren Standorten im Einsatz ist auch die ehrenamtlich geprägte Malteser Notfallvorsorge: Die Malteser Helferinnen und Helfer bauen zum Beispiel Zelte vor Krankenhäusern auf, die eine Schnell-Diagnostik von Covid-19 außerhalb des Krankenhauses vornehmen. Malteser helfen vielerorts Abstriche vorzunehmen wie beispielsweise an den von den Maltesern betriebenen „Drive-In“-Corona-Abstrichzentren in Nürtingen, Leinfelden-Echterdingen, Aalen und Schwäbisch Gmünd. Ebenfalls werden die sanitätsdienstlich ausgebildeten Malteser Katastrophenschutzkräfte vereinzelt als Fahrer eingesetzt für Diagnostik-Zentren und im Fahrdienst für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst. Führungskräfte des Katastrophenschutzes unterstützen die Arbeit in Einsatzstäben der Kommunen. 

„Die Situation ist schwierig, aber wir leisten dank unserer ehren- und hauptamtlichen Kräfte unseren Beitrag im staatlichen System zur Gefahrenabwehr“, stellt Weber fest. Gleichzeitig appelliert er an die Menschen: „Bleiben Sie besonnen. Wenn Sie sich unwohl fühlen, wenden Sie sich zunächst an ihren Hausarzt oder ihr örtliches Gesundheitsamt. Dort wird Ihnen weitergeholfen.“ 

Eingestellt haben die Malteser vorerst bis zum 19. April alle Erste-Hilfe-Kurse und Ausbildungskurse für Betriebshelfer. 
 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE73370601931201219163  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7